Sonntag, 5. Februar 2012

In der Pilgrim-Diskussion die Sachlichkeit wahren

Der Leserbrief in der WN am Samstag zum Thema der "Pilgrim-Planung" bedarf in einigen Punkten einer Erwiderung:

Der Verfasser des Leserbriefes fordert vom Fraktionsvorsitzenden der CDU, dass er beweisen soll, dass er nach 30 Jahren noch ein großer Demokrat sei, in dem er den Bürgerantrag der Hüwelgemeinschaft in den Planungsausschuss bringt und der Bürgerwille somit nicht weiter mit Füßen getreten werde. 

Westfälische Nachrichten (4. Februar 2012)
Nun halte ich persönlich die Entscheidung wie sie schlussendlich im Planungsausschuss gefallen ist auch nicht für richtig, aber sie ist durch die Voten der Fraktionen demokratisch gefallen und das ist erst einmal zu akzeptieren, ob einem das nun gefällt oder nicht. Hier ist klar widerlegt, dass der Bürgerwille mit Füßen getreten wurde und wird. Das Thema wurde lange Zeit beraten und es gab ausreichend Möglichkeiten der Einflußnahme, auch seitens der Hüwelgemeinschaft. 

Die Lüdinghauser Gartenbaubetriebe haben ihren Standpunkt sehr deutlich mitgeteilt und die Möglichkeit der Beteiligung am Verfahren genutzt. Dies war auch der örtlichen Presse zu entnehmen und somit in Lüdinghausen bekannt. 

Die Reduktion des Themas auf Dr. Waldt und das in Frage stellen seiner demokratischen Gesinnung durch das Wörtchen "noch" ist völlig deplaziert. Als ob man nach 30 oder wieviel Jahren auch immer in der Politik sein Demokratieverständnis verlieren würde.

Ganz im Gegenteil muss man festhalten, dass sich die CDU-Fraktion mit diesem Thema wie mit keinem anderen in der Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Die vorgeschlagene Ortsbesichtigung wurde mehrfach durchgeführt. In den Gremien der CDU, nicht nur in der Fraktion, wurde das Thema ausführlich diskutiert und zur Abstimmung gestellt. Die Ergebnisse waren immer denkbar knapp, aber sie sind gefallen wie sie gefallen sind.

Der Verfasser des Leserbriefes hat aber Recht indem er fordert, dass das Pilgrim-Gelände einer Überplanung zugeführt wird. Das Garten-Center wäre eine Chance gewesen, aber wir sollten unsere Vorstellungskraft nicht ausschließlich auf die Ansiedlung eines "Floraparks" reduzieren. In Lüdinghausen sind wir glücklicher Weise noch in der Lage, die Stadtentwicklung selbst gestalten zu können. Dies sollten wir als Chance begreifen. Die Überplanung wollen alle und so sehe ich eine gute Grundlage, dass man gemeinsam das Pilgrim-Gelände einer sinnvollen Nutzung zuführt.

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