Die Frage der Einrichtung einer Fahrradschleuse im Bereich Stadtfeldstraße/Konrad-Adenauer-Straße wird neu aufgerollt. Bereits im März 2010 hatte die SPD-Fraktion im Lüdinghauser Ausschuss für Bau, Verkehr, Bauerschaften und Umwelt eine Aufstellfläche für Radfahrer gefordert, die damals von der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Coesfeld abgelehnt wurde. Eine Entscheidung, mit der sich Matthias Kleinert (CDU) und Susanne Havermeier (SPD) nicht zufrieden geben wollen.
| Gedränge an der Stadtfeldstraße - Eine Fahrradschleuse könnte Abhilfe schaffen |
Die Stadtfeldstraße ist eine durch Schulkinder aus den Baugebieten Rott-Nord, Stadtfeld I und Stadtfeld II stark frequentierte Straße. Im Kreuzungsbereich der Stadtfeldstraße/B 235 treffen sich zum einen die Stadtfeldstraße selbst sowie der Dietrich-Bonhoeffer-Ring, der unmittelbar vor dem Kreuzungsbereich in die Stadtfeldstraße einmündet. Diese Straßen nehmen den kompletten Verkehr aus den Wohngebieten auf.
„Es ist regelmäßig zu beobachten, dass die derzeitige Verkehrssituation immer wieder, im Wesentlichen für die dort verkehrenden Schulkinder, zu gefährlichen Situationen führt, da sämtliche Verkehrsteilnehmer „durchmischt“ vor der Ampel stehen. Die Schulkinder stehen teils vor, hinter oder neben den Fahrzeugen. Dies führt zu einer unübersichtlichen und gefährlichen Gesamtsituation“, verdeutlicht Matthias Kleinert (CDU) die Situation vor Ort.
Besonders in der „dunklen Jahreszeit“ können Fahrradfahrer schnell übersehen werden oder Verkehrsteilnehmer sich gefährlich nahe kommen.
„Wir sind in Gesprächen mit der Kreisverwaltung und haben unseren Standpunkt mit entsprechend stichhaltigen Argumenten und Fakten noch einmal verdeutlicht“, fasst Susanne Havermeier (SPD) den derzeitigen Stand zusammen.
Ihre Standpunkte untermauern die Kreistagsabgeordneten mit einer Verkehrsbeobachtung, die vor einiger Zeit durchgeführt wurde. Demnach lässt sich belegen, dass in Stoßzeiten, also zwischen 7 und 8 Uhr und 12 und 13 Uhr im Mittel 278 bzw. 303 Radfahrer die Kreuzung passierten und die B 235 überquerten. Nur ein sehr geringer Teil von unter 10 Radfahrern bog in die B 235 Richtung Süden ab.
„Um die Situation, insbesondere für Radfahrer, zum größten Teil handelt es sich hier um Kinder und Jugendliche, zu entschärfen und sicherer zu gestalten, haben wir angeregt, eine sogenannte Radfahrschleuse einzurichten“, so die beiden Kreistagsabgeordneten unisono.
Eine vergleichbare Situation besteht bereits seit Jahren an der Mühlenstraße/Konrad-Adenauer-Straße und hat sich auf dem Schulweg zur Ostwallschule bewährt.
Die beiden Kreispolitiker werden sich kurzfristig mit der Kreisverwaltung zu einem neuerlichen Ortstermin treffen, um die Situation vor Ort noch einmal eingehend zu besichtigen und zu besprechen.
„Von Seiten der Kreisverwaltung haben wir bisher durchaus positive Reaktionen vernehmen können. Wir hoffen, dass wir für die Sicherheit der Schulkinder ein gutes Ergebnis erzielen können“, so Matthias Kleinert und Susanne Havermeier.

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